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Gartenverein " Hohe Brücke" e.V.


Gartenordnung KGV "Hohe Brücke" e.V.

1. Kleingärtnerische Nutzung

 

1.1 

Der Nutzer (Einzelpächter) hat seinen Garten im Sinne des Bundeskleingartengesetzes kleingärtnerisch zu nutzen. Die kleingärtnerische Nutzung ist gegeben,wenn der Kleingarten,insbesondere zur Eigenversorgung und Verwertung von Obst und Gemüse sowieder Erholung dient.

Die Kleintierhaltung gehört grundsätzlich nicht zur kleingärtnerischen Nutzung.

 

1.2.

Der Kleingarten ist in einem guten Kulturzustand zu halten. Obst, Sträuche, Gemüse, Blumen und Rasen sollen in einem ausgewogenen Verhältnis zueinander stehen. Einseitige Kulturen dürfen nicht angelegt werden. Der Anbau von Koniferen ist auf eine Höhe von 2,50 m zu begrenzen.

 

1.3.

Der Pächter ist verpflichtet, die Parzelle sauber, unkrautfrei und alle Gartenpflanzen und Bäume gesund zu erhalten. Ein ökologischer Anbau ist anzustreben. Er muß den Garten selbst mit seinen Angehörigen bewirtschaften. Bei allen Anpflanzungen hat der Nutzer auf das Nachbarschaftsrecht zu achten.

 

1.4.

Jede gewerbliche Betätigung,jeglicher Handel aller Art ist unzulässig.

 

1.5.

Zur Sicherung der Erholung und Entspannung sind bestimmte Ruhezieten zu beachten.

 

a) Sonn- und Feiertage (Sontagsruhe) ganztags

b) an Wochentagen von 22.00 Uhr - 07.00Uhr (Nachtruhe)

 

Der Betrieb von Rasenmähern und sonstigen motorbetriebenen Gartengeräten sowie unnötiger und übermäßiger Lärm sind in diesen Zeiten nicht gestattet.

 

1.6.

Das Anpflanzen von Park-, Wald-, und Walnußbäumen ist nicht erlaubt. Bei der Anpflanzung von Obstbäumen und Sträuchern sowie Blütengehölzen sind grundsätzlich nur solche Arten zu wählen , die Rückschnitt und normale Pflege auf eine Höhe von 3,00 m zulassen.Altpflanzungen genießen gemäß § 20a BkleinG Bestandsschutz.

Ältere Obstsorten sind als Kulturbewahrer zu pflegen und zu erhälten. Ein Obsthalbstamm (keine Walnuß) als Schattenspender an der Laube ist erlaubt. Nachbargärten dürfen werde durch übermässigen Schattenwurf noch durch Nährstoffentzug und Wurzeldecke beeinträchtigt werden. Im Zweifelsfall und bei Neupflanzungen sollte der Vereinsfachberater konsultiert werden.

 

1.7.

Bei Neuanpflanzungen sind folgende Grenzabstände zum Nachbargarten einzuhalten:

 

Halbstamm  3,0 m          Viertelstamm 2,0 m          Busch/Spindel 2,0 m

Beerenobst 1,0 m         Ziergehölze 1,0 m          Koniferen 1,0 m -2,0 m

Rosen 0,5 m (nach Wuchsart)

 

1.8.

Obstbäume und Beerensträucher sind regelmäßig zu beschneiden. Überständige und ranke Gehölze sind zu entfernen, sofern der Schaden nicht behoben werden kann.Überständige Anpflanzungen sind bei Pächterwechsel oder Kündigung komplett zu entfernen.

 

2. Gemeinschaftsanlagen und Einrichtungen

 

2.1.

Die zur gemeinschaftlichen Nutzung dienenden Einrichtungen und Anlagen sind von allen Pächtern pfleglich zu behandeln und zu schonen. Er haftet für Schaden , die vin ihm ,seinen Angehörigen und Besuchern verursacht werden.

 

2.2.

Das Vereinshaus dient der Gestaltung des Vereinslebens, der Fachberatung und der Geselligkeit.Für das Vereinshaus hat der Vorstand eine Benutzer - bzw. Hausordnung erstellt. Diese ist für alle Mitglieder und Besucher bindend. Bei Nutzung durch Vereinsmitglieder wird ein Unkostenbeitrag erhoben (z.t. 25,00 € ).

 

2.3.

Soweit keine durch den Verpächter eingrenzenden Anordnungen getroffen wurden, darf die Höhe der Zäune und Hecken an den Wegen Innerhalb der Gartenanlage 1,20, m nicht überschreiten. Zäune und Hecken m gleichen Weg sind in gleicher Höhe und Ausführung anzulegen und zu erhalten. Bei Hecken ist auf den notwendigen Vogelschutz zu achten.Abgrezungen zum Nachbarn urch lebende Hecken sind nicht erlaubt.Der Grenzverlauf sollte einfach und sichtbar gestaltet werden.

 

2.4.

Auf Zwischenzäune sollte weitgehend erzichtet werden. Sollte dies auf Grund von Wildabwehr notwendig sein, kann engmaschiges Drahtgeflecht bis zur Höhe von 1,00 m ,dann aber einheitlich errichtet werden. Entsprechende Stützpfosten müssen in ihren Abmessungen der gängigen Zaunhöhe angepasst sein.

 

2.5.

Abgrenzungen zum Nachbarn durch Gehölzpflanzungen oder Holz sind nur im Sitzbereich der Laube bis 1,80 m unter Einhaltung des Grenzabstandes möglich. Stacheldraht innerhalb der Anlage ist untersagt. Auch auf öffentlichen Wegen und Straßen st die Anbringung von Stacheldraht an Zäunen niedriger als 2 m über dem Erdboben nicht erlaubt.

 

2.6.

Der Parzellenpächter hat die seinen Garten tangierenden Wege bis zur Wgmitte sauber zu halten. Am Außenzaun ist die Schwengelbreite sauber zu halten. Bei Versäumnis ist der Vorstand nach zweimaliger Abmahnung berechtigt,die erforderlichen Arbeiten oder Maßnahmen auf Kosten des Pächters vornehmen zu lassen.

 

2.7.

Gemeinschaftsarbeiten zur Pflege und Erhaltung werden im § 5 des Kleingartenpachtvertrages geregelt. Bei nicht geleisteten Pflichtstunden sowie gewährten Ausnahmeregelungen ist ein festgelegter Geldbetrag zu entrichten. Die Höhe beschließt die Mitgliederversammlung.

 

2.8.

Leerstehende Gärten unterliegen der Verwaltung des Verpächters. Das Fällen von Bäumen, Entnahme von Pflanzen, Baumaterialien bzw. Ablagerungen von Müll aller Art sind nicht gestattet. Das Betreten zu Pflegearbeiten ist mit dem Vorstand vor Arbeitsbeginn abzusprechen. Bei Verstößen ist nach zweimaliger schriftlicher Abmahnung eine fristlose Kündigung möglich.

 

3. Bebauung

 

3.1.

Art und Umfang der baulichen Nutzung ergeben sich aus dem Bundeskleingartengesetz und dem Kleingartenpachtvertrag. Alle bis zum 02.10.1990 rechtmäßig errichten Lauben und Einrichtungen haben Bestandsschutz gem. § 20a Bundeskleingartengesetz.

 

3.2.

Das Errichten oder Verändern der Gartenlaube und jede andere Baumaßnahme (zusätzlicher Geräteschuppen,Gartenteich usw.) bedarf der schriftlichen Bestätigung durch den Vereinsvorstand. Gartenlauben bedürfen der anschließenden Genehmigung der Geschäftsstelle des Kreisverbandes. Mit den Bauarbeiten darf erst begonnen werde, wenn diese Genehmigung vorliegt. Erdaushübe durch Baumaßnahmen sind im Garten zur Rekultivierung zur belassen.

 

3.3

Abweichungen von einem genehmigten Bauplan stellen einen Verstoß gegen den Kleingartenpachtvertrag dar. Bei Kenntnisnahme kann ein Rückbau durch den Vereinsvorstand und den Kreisverstand angewiesen werden.

 

3.4.

Bei Gartenaufgabe besteht nur für genehmigte Bauten sowie Feuchtbiotop ein Anspruch auf Entschädigung. Bei Unterkellerung nur zur Hälfte der Gartenlaube.

 

3.5.

Die Wasseroberfläche eines Feuchtbiotops oder eines Zierteiches kann bis 4 m² groß sein ,max. 1 % der Gartenfläche.

 

3.6.

Sitzplätze und Wege innerhalb der Parzelle dürfen nicht aus geschütteten Beton versiegelt werden.

 

4. Versorgungsleitungen Wasser und Energie

 

4.1.

Die Wasserversorgungist einen wesentliche Voraussetzung für die gärtnerische Nutzung und Erholung. Wie sie im einzelnen hergestellt wird, ob jede Parzelle einen Anschluß erhält oder mehrere sich eine Zapfstelle teilen, leibt der Entscheidung des Vereins überlassen und ist in der Satzung durch Mitgliederbeschluß geregelt.

 

4.2.

Die Kosten der Instandhaltung bzw. Erneuerung der vereinseigenen Wasserversorgungsanlage tragen die Parzellenpächter anteilmäßig soweit keine andere Regelungen getroffen werden . Die Kosten des Wasserverbrauchs sind entsprechend den Gesetzmäßigkeiten und durch Mitgliederbeschluß geregelt.

 

4.3.

Sinngemäß treffen die Punkte 4.1. bis 4.2. auf die Bezüge und Anwendung von Elektroenergie zu. Alle arbeiten sind entsprechend der VDE und von zugelassenen Fachleuten (E-Meister)

 auszuführen. Bei Änderungen bzw. Neuanschluß sind Abnahmen mit Servieprotokoll beim Vorstand zu hinterlegen. Bei Unfällen und Schäden durch eigenmächtige Arbeiten, übernimmt der Verein keinerlei Haftung.

 

4.4.

Beim Betreten von Flüssigkeitsgasanlagen muss der DIN-Betrieb gewahrt werden , so dass Gefährdungen ausgeschlossen sind. Größere Flüssigkeitsanlagen (Tanks) sind im Kleingarten nicht erlaubt.

 

4.5.

Der Parzeelnpächter haftet für alle Schäden an Versorgungsanlagen die von ihm, seinen Angehörigen oder beauftragten Dritten verursacht werden.

 

5. Tierhaltung

 

5.1.

Die Tierhaltung im Kleingarten widerspricht der kleingärtnerischen Nutzung und ist deshalb nicht erlaubt. Die Haltung von Bienen kann der Vorstand mit Zustimmung der Mitgliederversammlung und angemessenen Auflagen gestatten.

 

5.2.

Hunde sind in der gesamten Gartenanlage einschließlich Parzelle an der Leine , größere Rassen nur mit Beißkorb zu führen. Für Schäden haftet der Halter.

 

6. Befahren der Wege 

 

Das Befahren der Wege in der Kleingartenanlage mit Kraftfahrzeugen aller Art einschließlich Fahrrädern ist nicht gestattet.

 

7. Beseitigung von Abfällen 

 

7.1.

Organische Gartenabfälle sollten soweit wie möglich kompostiert werden. Die Komposter bzw. Flächen dürfrn nicht zur Belästigung nicht zur Belästigung (Geruch/Sicht) der Nachbarn führen.

 

7.2.

Nicht kompostierbare Abfälle insbesondere Schutt, Gerümpel, Unrat usw. sind abzufahren und dürfen keinesfalls im Garten vergraben werden.

 

7.3.

Für schädliche Abwässer, Pflanzenschutzmittel u.a. Giftstaffe (auch solche ,die nicht mehr benötigt werden) gelten die gesetzlichen Vorschriften und Bestimmungen.

 

7.4.

Für die Verbrennung von nicht kompostierberen Gartenabfälle gilt das Ortsrecht.

 

7.5.

Vor der Anlage gelagertes Baumaterial ist innerhalb von 14 Tagen zu entfernen, sowie in dieser Zeit gegen Unfälle zu sichern. Bei Versäumnis ist der Vorstand nach einmaliger Abmahnung berechtigt, die erforderlichen Arbeiten oder Maßnahmen auf Kosten des Pächters vornehmen zu lassen.

 

8. Umweltschützende Maßnahmen

 

8.1. Bei der Durchführung von Pflanzenschutzaßnahmen sind nur nützlings - bzw. bienenungefährliche Mittel zu verwenden. Vorrang haben mechaniscge und biologische Schutzmaßnahmen. Der Einsatz chemischer Pflanzenschutzmittel sollte nur im äußersten Notfall (hoher Befallsdruck), in Absprache es Fachberaters, angewandt werden.

 

8.2.

Der Gebrauch von Herbiziden ( Unkrautvernichtungsmittel) ist im Bereich der Kleingartenanlage untersagt.

 

8.3.

Die Parzellenpächter sollten für Nistgelegenheiten und Tränkeplätze für Vögel sorgen. Analoge Hilfe benötigen Igel, Lurche, Kriechtiere sowie Hummel und Wildbienen. Alle Maßnahmen sollten Zur Arterhaltung und Vielfalt beitragen.

 

9. Sonstige Bestimmungen 

 

9.1.

Die Parzellenpächter , seine Angehörigen und die von ihm beauftragten Dritte haben sich jederzeit so zu verhalten, daß kein anderer und die Gemeinschaft mehr als nach Umständen unvermeidbar gestört werden.

 

9.2.

Instandhalten und Waschen von Kraftfahrzeugen innerhalb der Kleingartenanlage und auf dem dazugehörigen Stellplatz sind verboten.Das Parken ist nur auf den eingerichten Stellplätzen erlaubt.

 

9.3.

Das Betreiben und Überfliegen der Sparte mit Drohnen und ähnlichen Fluggeräten ist verboten. Ausnahmen durch Firmen sind mit dem Vorstand abzusprechen.

 

10. Verstöße

 

Bei Verstößen gegen die Bestimmungen dieser Gartenordnung kann dem Unterpächter unabhängig von evtl. ordnungsbehördlichen, zivil- der strafrechtlichen Folgerungen nach den Bestimmungen des Bundeskleingartengesetzes gekündigt werden, und zwar nach § 8 Ziffer 2 des Gesetztes ohne Einhaltung einer Kündigungsfrist sowie nach § 9 Abs. 1 Ziffer 1 des Gestzes nach 2 erfolglosen schriftlichen Abmahnungen zum 30. November des Jahres, wobei die Kündigung  spätestens am dritten Werktag in August erfolg sein muß.

 

 

 

Stand : 18.02.2018